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Wenn sich ein Künstler, der in seiner konstant ansteigenden Karriere auf Gold- und Platinveredelte Alben sowie ausverkaufte Tourneen in immer größeren Hallen zurückblicken kann, an die Arbeit zu neuen Songs macht, steht er vor der großen Herausforderung, musikalisch wie textlich Orte zu finden, an denen er noch nicht war. Sich treu zu bleiben und dabei dennoch neue Wege zu gehen. Nicht wenige Künstler halten in so einem Moment lieber an Bewährtem fest – andere wiederum blühen geradezu auf, weil sie niemandem mehr etwas beweisen müssen.
›Kreise‹ ist genau so ein Album geworden. Johannes Oerdings typisches Songwriting, das man nach nur wenigen Takten als unverkennbar identifiziert, hat hierauf nochmal deutlich an Klarheit und Tiefe gewonnen – aber genauso sicher bewegt er sich auch auf neuem musikalischen Terrain.

Ihm gelingt es wie keinem anderen deutschen Pop Songwriter zur Zeit, in seinen Songs und Texten eine direkte emotionale Verbindung zu seinen Zuhörern herzustellen, die jedem einzelnen das Gefühl vermittelt, er würde nur für ihn persönlich singen. Der erkennbare Reifungsprozess, der sich in seinen neuen Texten wiederspiegelt, macht deutlich, dass Oerding inzwischen sehr viel mehr erlebt hat als zu Zeiten seines Debuts.

Mit feinsinnigem Gespür findet er erneut die richtigen Worte und Melodien für alles, was die menschliche Seele bewegt. Seine Songs sind gleichermaßen treue Begleiter, Trostspender, Mutmacher wie punktgenaue Alltagsbeobachtungen, die vielen aus der Seele sprechen.
Deshalb ist es keinesfalls verwunderlich, dass es Johannes Oerding mühelos gelingt, die Nähe zu seinem Publikum in ihrer Unmittelbarkeit regelmäßig bis in die letzte Reihe großer Arenen zu transportieren.

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